„Glasfaserausbau bedeutet deutlich mehr, als Kabel in den Boden zu bringen. Gerade in einer Stadt wie Bad Berleburg mit ihren vielen Ortsteilen und unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten müssen wir sehr genau planen und viele Interessen zusammenbringen“, erklärt Geschäftsführer Uwe Krabbe.
Planung, Genehmigungen und Mitverlegung
Bevor gebaut werden kann, müssen Trassen festgelegt, Genehmigungen eingeholt und bestehende Leitungen und Infrastrukturen berücksichtigt werden. Auch Grundstückseigentümer, Kommunen und weitere Beteiligte werden in die Planung einbezogen.
Eine Möglichkeit, den Ausbau effizienter zu gestalten, ist die Mitverlegung. Wenn Straßen oder Wege ohnehin geöffnet werden, kann es sinnvoll sein, Glasfaserinfrastruktur direkt mitzuverlegen. So lassen sich spätere Tiefbauarbeiten vermeiden und Belastungen für Anwohner reduzieren.
„Wo sich Baumaßnahmen sinnvoll miteinander verbinden lassen, sollten wir diese Chancen nutzen. Gute Koordination kann dabei helfen, Ressourcen zu sparen und den Ausbau effizienter zu gestalten“, sagt Krabbe.
Herausforderungen gehören zum Ausbau dazu
Auch in Bad Berleburg gibt es dabei Herausforderungen. Unterschiedliche örtliche Gegebenheiten, Genehmigungsverfahren, bestehende Infrastruktur, Grundstücksfragen und die Koordination verschiedener Bauabschnitte können Einfluss auf die Umsetzung haben. Hinzu kommen die unvermeidbaren Einschränkungen, die Baustellen für Anwohner und den Verkehr mit sich bringen.
„Wir wissen, dass Baustellen für die Menschen vor Ort nicht immer angenehm sind. Gleichzeitig sind sie notwendig, um eine zukunftsfähige Infrastruktur aufzubauen. Unser Ziel ist es, die Arbeiten bestmöglich zu koordinieren und die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten“, betont Uwe Krabbe.
Open Access schafft Perspektiven
Das Glasfasernetz wird zudem als Open-Access-Infrastruktur aufgebaut. Dadurch können grundsätzlich verschiedene Telekommunikationsanbieter die vorhandene Infrastruktur nutzen und darüber ihre Dienste anbieten. Die Netze werden damit nicht ausschließlich für einen einzelnen Anbieter gebaut, sondern können langfristig von mehreren Marktteilnehmern genutzt werden.
„Wir bauen Infrastruktur für die kommenden Jahrzehnte. Deshalb ist es wichtig, nicht nur den heutigen Bedarf im Blick zu haben, sondern ein leistungsfähiges und offenes Netz zu schaffen, das langfristig genutzt werden kann“, so Krabbe.