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Vier Personen stehen an einer Baustelle mit offenem Graben an einer Straßenquerung in Kreuztal

Spektakulär und doch weitgehend unbemerkt: Glasfaserleitung für digitales Lernen quert Marburger Straße in Kreuztal

30. Mai 2023 | 3 min. Lesezeit

Vom Stollenhaus, dem Zentrum des Kreuztaler Glasfasernetzes und Beratungsbüro des gemeinsamen Glasfaserprojektes von Stadtwerken und GREENFIBER, soll das schnelle Signal ins nahe Schulzentrum gesendet werden. Doch dazwischen liegt die vielbefahrene Marburger Straße. Eine offene Baustelle hätte den Durchgangsverkehr für mehrere Tage lahmgelegt. Die Folge wären weiträumige Verkehrsbehinderungen, die die Stadt und GREENFIBER verhindern konnten. Denn nahezu unbemerkt wurde nun das nötige Leerrohr unter der Kreuzung verlegt. Möglich machte dies das sogenannte Bohrrüttelverfahren.

30. Mai 2023 Kreuztal. Annähernd 2.000 Schülerinnen und Schüler lernen derzeit am Kreuztaler Schulzentrum, zu dem die Clara-Schumann-Gesamtschule, das Städtische Gymnasium und die Ernst-Moritz-Arndt-Realschule gehören. Doch auch, wenn die drei Schulen mit modernen Unterrichtsmethoden arbeiten und vielfältige Angebote zur Verfügung stellen, fehlt doch ein wichtiger Baustein für die Schule der Zukunft: Ein Glasfaseranschluss mit einer leistungsfähigen Breitbandkapazität. Dies soll sich schnellstmöglich ändern. Denn derzeit laufen die Bauarbeiten für den schulischen Glasfaseranschluss auf Hochtouren. Vom Stollenhaus, dem Zentrum des Kreuztaler Glasfasernetzes und Beratungsbüro des gemeinsamen Glasfaserprojektes von Stadtwerken und GREENFIBER, soll das schnelle Signal ins nahe Schulzentrum gesendet werden. Doch dazwischen liegt die vielbefahrene Marburger Straße. Eine offene Baustelle hätte den Durchgangsverkehr für mehrere Tage lahmgelegt. Die Folge wären weiträumige Verkehrsbehinderungen, die die Stadt und GREENFIBER verhindern konnten. Denn nahezu unbemerkt wurde nun das nötige Leerrohr unter der Kreuzung verlegt. Möglich machte dies das sogenannte Bohrrüttelverfahren. Hierbei werden auf jeder Straßenseite Baugruben ausgehoben, die sogenannten Kopflöcher. In diese wird ein Spezialbohrer hinabgelassen, der sich dann wie ein riesiger vertikaler Presslufthammer durch das Erdreich arbeitet. Dazu erklärt Martin Dick, der maßgeblich an der Planung und dem Bau des Glasfasernetzes im Kreis Siegen-Wittgenstein beteiligt ist: „Wir mussten etwas weiter von der Kreuzung entfernt bohren, da im Kreuzungsbereich zu viele Leitungen und Rohre liegen. Die wollten wir nicht beschädigen.” Trotzdem wurden bei den Ausschachtungen der Kopflöcher bisher unbekannte und nicht verzeichnete Leerrohre entdeckt. „Da dort keine Leitungen verlegt waren, haben wir die Leerrohre durchtrennt und werden sie anschließend wieder verbinden. Der uns und dem Tiefbauamt unbekannte Besitzer kann sie dann wieder verwenden.“

Die Bohrung selbst erfolgte durch Vortrieb von Stahlrohren unter der Straße hindurch und dauerte knapp fünf Stunden. In die so verlegten Röhren werden dann im nächsten Schritt die Glasfaserkabel hindurchgeführt. Anschließend werden die Kopflöcher wieder geschlossen. Selbst die Blumenrabatte am Straßenseitenrand werden nach Ende der Tiefbauarbeiten wieder hergestellt. Auch Michael Kass, Kämmerer der Stadt und Verantwortlicher für das kommunale Glasfaserprojekt, besichtigte die spektakuläre Baustelle: „Ich freue mich, dass mit dem Beginn der Tiefbauarbeiten zur Verlegung der Glasfaserleitungen ein wichtiger Meilenstein in Angriff genommen wird, um das Kreuztaler Schulzentrum mit einem leistungsfähigen Breitbandanschluss zu versehen. Dadurch kann das Angebot für moderne und digitale Unterrichtselemente im Interesse der Schülerinnen und Schüler spürbar verbessert werden.“ Schon mit Beginn des kommenden Schuljahres sollen alle drei Schulen angeschlossen sein.

 

Neben dem Ausbau für die Kreuztaler Schulen wird auch am flächendeckenden Glasfasernetz intensiv gearbeitet. Aaron Akrutat, zuständiger Projektmanager bei GREENFIBER, betont: „Noch bis zum 1. Juni können auch Privathaushalte kostenlos Teil des Kreuztaler Glasfasernetzes werden. Diese Gelegenheit sollte man sich nicht entgehen lassen.“ Nach Ende dieser Frist und bis zum Ende der Ausbauphase beträgt der Kostenanteil dann bereits 500 Euro. Auch das ist zumeist ein Bruchteil der tatsächlich anfallenden Kosten. Erst nach dem Ende der Bauphase werden die realen Baukosten in Rechnung gestellt. Sämtliche Informationen und Anträge sind unter www.greenfiber.de/kreuztal zu finden. Von montags bis freitags zwischen 9:00 und 17:30 Uhr stehen im Stollenhaus, Marburger Straße 58, Fachleute mit Rat und Tat zur Verfügung.

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