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"In diesem Monat fällt in Lübbecke die Entscheidung" (NW)

22. Juni 2021 | 3 min. Lesezeit

In den kommenden vier Wochen muss die Kooperation von Stadtwerken und GREENFIBER die benötigte Zahl an Verträgen zusammenbringen, sonst platzt das Zukunftsprojekt.

„Sitzt“, meinte am Dienstag Bürgermeister Frank Haberbosch. Mit einem grünen Stecker am Ende eines orangefarbenen Kabels haben er, Stadtwerke-Geschäftsführer Markus Hannig und Greenfiber-Geschäftsführer Paul Gummert am Dienstag in der alten Kfz-Zulassungsstelle die Stadtverwaltung symbolisch an das laut Anbieter „schnellste Internet in der Stadt“ angeschlossen. Mit dem neuen Glasfaseranschluss beginne in der Stadt der „Monat der Entscheidung“ für das wichtigste Infrastrukturprojekt seit Jahrzehnten, machten die drei in unterschiedlichen Worten deutlich.

Wie Ende Februar berichtet, wollen GREENFIBER und die Stadtwerke Lübbecke gemeinsam glasfaserschnelles Internet in jeden Haushalt bringen. Vorausgesetzt, bis Ende Juni werden 40 Prozent der Lübbecker Haushalte für das neue Glasfasernetz gewonnen. Das, stellte der Bürgermeister klar, solle nicht in die Hand von Konzernen gegeben werden, „sondern es gehört uns“. Er sei überzeugt, dass „wir alle profitieren

Markus Hannig ging das Thema etwas anders an. Er zählte Stationen der Entwicklung Lübbeckes auf, die bis in das Jahr 1899 zurückreichten, als die Stadt an das Bahn- und das Gasnetz angeschlossen worden sei. Das laufende Jahr solle nun ein weiterer Meilenstein werden, indem 162 Kilometer Glasfasernetz verlegt würden. „Das entspricht der Strecke von Lübbecke nach Dortmund“, führte Hannig beispielhaft an und nannte ein Investitionsvolumen, das zwischen 20 und 25 Millionen Euro liege.

Die Stadtwerke wünschten sich ein „langfristiges Engagement“ mit GREENFIBER, so Hannig, der auch darlegte, warum man sich für diesen Anbieter entschieden hat: „Andere Marktteilnehmer picken sich nur die Filetstücke heraus. Das wollen wir nicht.“

»Wir sind jetzt hier zu Hause« – Paul Gummert

Angesichts der GREENFIBER-Büroeröffnung in den Räumen der ehemaligen Kfz-Zulassungsstelle im alten Kreishaus sagte Geschäftsführer Paul Gummert: „Wir sind jetzt hier zu Hause.“ Im übertragenen Sinne befinde man sich jetzt im Raum des Wartens, früher auf das Autokennzeichen, heute auf das Ende des Downloads einer großen Datei, weil die Internetgeschwindigkeit langsam ist.

Damit soll es bald vorbei sein. Mit Glasfaser sei Lübbecke „für die nächsten einhundert Jahre gewappnet“, versprach Gummert und sagte weiter, das Ziel – 40 Prozent Anschlüsse – sei erreichbar: „Wir sind nur noch ein kleines Stück entfernt.“ Die kommenden vier Wochen würden wohl „anstrengend“ werden.

Geschwindigkeit bis zu 10.000 Mbit/s

Auch Greenfiber-Geschäftsleiter Bernd Klaus ergriff das Wort. Er bezeichnete einen Glasfaseranschluss als „Grundversorgung“ wie Wasser, Strom und Gas und nannte als Beispiele für die künftige Nutzung „Smart Living“ (intelligentes Wohnen im digitalen Zuhause) und „Smart Home“ (digitale Gebäudesteuerung). Folglich bedeute ein Glasfaseranschluss auch eine „Wertsteigerung der Immobilie“.

Die Bandbreite an Geschwindigkeiten, die Klaus vorstellte, begann bei 200 Mbit und reichte bis 10.000 Mbit. In diesem Zusammenhang erwähnte er, dass das Unternehmen sich auch um Gewerbeanschlüsse kümmere.

Der Bürgermeister sagte mit Blick nach vorn: „Das Ziel ist ambitioniert, und wir können es nur mit GREENFIBER erreichen. Alles Weitere wird dieser Monat bringen.“


Zum vollständigen Artikel der Neuen Westfälischen geht's hier entlang.

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