Glasfaserausbau geht auf die Zielgerade. Subventionierte Anschlüsse sind noch bis Jahresende möglich.

Große Freude in Reppenstedt. Nach einer Bauzeit von nur 18 Monaten ging am vergangenen Montag nun der zweite große Bauabschnitt im Glasfaserausbaugebiet nach Bardowick ans Netz. Damit begann auch bei David Communication, einem LED-Großhandel in Reppenstedt, das Digitale Zeitalter. Dabei war es Bürgermeister Steffen Gärtner von der Samtgemeinde Gellersen und seinem Bardowicker Amtskollegen Heiner Luhmann vorbehalten, das symbolische Kabel einzustecken. Nun fließen bis zu 10.000 Mbit/s durch die eigens verlegten Glasfaserleitungen. Auf das Erreichen dieses Zwischenziels ist man vor Ort stolz „Trotz Corona, einem relativ strengen Winter und Lieferschwierigkeiten liegen wir voll im Zeitplan. Und auch den finanziellen Rahmen können wir einhalten,“ so Bürgermeister Gärtner. Heiner Luhmann ergänzt: “Für das Projekt mussten wir ganz neue Wege finden. Das hat auch dank des großen Engagements von GREENFIBER sehr gut geklappt.“

Das Risiko, das die Gemeinden eingegangen sind, war nicht gering. Für über zehn Millionen Euro wurden im Ausbaugebiet 185 Kilometer Leerrohre verlegt. Dafür mussten bereits im Vorfeld Kunden gefunden werden, damit sich das zukunftsträchtige Infrastrukturprojekt auch lohnt. Die anfänglichen Sorgen der Stadtväter waren jedoch schnell verflogen. Insgesamt entschieden sich 2.900 Haushalte für das Glasfasernetz; allein 400 während der Bauphase. Davon sind – Stand Heute – bereits knapp 1.000 Haushalte angeschlossen. Auch langfristig profitiert die ganze Region. „Glasfaser ist schon lange kein Luxus mehr,“ so Bürgermeister Gärtner. „Ein schnelles Internet muss genau wie Strom und Wasser zur Daseinsvorsorge gerechnet werden.“

Das neue Netz bleibt in kommunaler Hand und trägt sich finanziell selbst. GREENFIBER Geschäftsführer Uwe Krabbe, dessen Sohn Merlin Krabbe das Projekt vor Ort verantwortete, zeigte sich auf dem Lichterfest sehr zufrieden. „Wir sind dankbar, dass wir auf Menschen getroffen sind, die unsere Idee mitgetragen haben.“ Das Unternehmen hat in die neueste Technik investiert. Dies bedeutet zwar höhere Investitionen, die sich aber lohnen. „Wir sind dauerhaft zukunftsfähig“, ist sich Ingenieur Krabbe sicher.

In den kommenden Wochen und Monaten geht auch in allen anderen Reppenstedter Haushalten, die sich für das glasfaserschnelle Internet entschieden haben, das Licht im glasfaserschnellen Netz an. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Projektes rechnen die Beteiligten bis zum November. Damit läge GREENFIBER innerhalb der selbst gesteckten Frist von zwei Jahren nach Baubeginn.

Auch für alle, die sich bisher nicht für einen glasfaserschnellen Hausanschluss entscheiden konnten, hat Geschäftsführer Krabbe eine gute Nachricht. Noch bis Ende des Jahres kann jeder Haushalt seinen Glasfaseranschluss für einen stark subventionierten Baukostenzuschuss von 500,- € bekommen.